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Phuket & Ko Lanta

Mit dem Flieger ging es in den Süden nach Phuket, wo wir auch den Nachtmarkt besuchten, der sich aber deutlich von den anderen beiden unterschied. Hier gab es weniger Essen und dafür sehr viel mehr Kleidung, Schmuck und sowas. Es war eben einfach sehr viel touristischer. 

Da wir uns im Vorwege dazu entschieden haben, weniger touristische Orte zu besuchen, stiegen wir am nächsten Morgen auf die Fähre nach Ko Lanta.

Auf Ko Phi Phi stiegen wir noch einmal um und auch wenn die Strände wirklich traumhaft schön aussahen, auch die aus dem Film „The Beach“ bekannte und mittlerweile gesperrte Maya Bay, war ich aufgrund der aussteigenden Touristenmassen wirklich froh, dass wir noch weiterfuhren. 

Der Hafen von Ko Lanta ließ jedoch wieder Skepsis aufkommen, denn der war lange nicht so schön wie der von Ko Phi Phi und so zweifelte ich dann doch, ob wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Der Klong Kong Beach, der in der Nähe unserer Unterkunft war, überzeugte uns dann aber doch vom Gegenteil. Ein traumhaft schöner Sandstrand hinter Palmen und dann dieses türkise, badewannenwarme Wasser – da war jeder Zweifel verflogen!

Überrascht stellten wir fest, dass es auch in Thailand Ebbe und Flut gab, aber zumindest konnten wir so die Felsen im Wasser sehen und uns für die nächsten Tage die besten Badestellen ausgucken. 

Hast du schon mal eine Seegurke gesehen? Ich bis hierhin nicht, genauso wie Einsiedlerkrebse, die mit ihren Schneckenhäuschen um uns herum flitzten. Ich liebe diese kleinen Naturschauspiele!

Bei einem Cocktail genossen wir unseren ersten Sonnenuntergang am Strand und aßen dann direkt am Strand in einem Restaurant Curry, das unheimlich scharf war, auch wenn der Kellner uns versicherte, dass sie es extra mild für uns gekocht hätten. Wir alten Weicheier! In einer Strandbar kamen wir dann auch in den Genuss einer Feuershow, die wirklich beeindruckend war, aber nach 15min hatten wir einfach genug davon und fielen hundemüde ins Bett. Übrigens kann es durchaus passieren, dass ihr euer Essen nicht zeitgleich bekommt. In einer Bar hatte Freddy sein Essen schon komplett aufgegessen, bevor das von uns anderen überhaupt serviert wurde. 

Fahrrad fahren ist in Thailand offenbar nicht so populär, jedenfalls ist es sehr viel einfacher, einen Roller zu mieten. Allerdings gibt es überwiegend 125ccm Roller, für die man einen Motorradführerschein benötigt, den wir nicht haben. Doch auch ohne haben wir den Roller bekommen. Der Vermieter hat uns noch den Tipp gegeben, dass sich nur im Norden der Insel Polizei finden lässt und Kontrollen sowieso sehr unwahrscheinlich sind, sodass wir uns ohne Bedenken auf die Roller schwangen. Schaut euch eure Roller aber gut an, bevor ihr losfahrt. Bei unserem einen ging das Rücklicht nicht, sodass wir bei Dunkelheit die ganze Zeit mit angezogener Bremse fuhren, damit man uns sehen konnte, mal wieder ein ganz neues Erlebnis. 😀

Über bergige und kurvige Straßen ging es durch den Regenwald in den Süden zur Nui Bay, einer sehr hübschen kleinen Bucht, perfekt für einen Strandtag ohne großen Trubel. Abends fuhren wir noch weiter in den Süden, wo es noch mehr Traumstrände gab. Wir sind aber wegen der Affen hergekommen, die wir mit etwas Geduld auch zu Hauf fanden. Außerdem sahen wir hier riesige Warane, die von der Größe auch gut kleine Krokodile hätten sein können. Von den hielten wir uns lieber fern, wer weiß, wie harmlos die so sind. 

Als wir mit unseren Rollern durch die Dunkelheit fuhren, staunten wir nicht schlecht, als wir auf der Straße Bauarbeiten sahen – ohne Beleuchtung und ohne Absperrung – wenn das die BG sehen würde. 😀 

Wirklich überrascht waren wir von den Gebetsrufen, die morgens und abends über die Lautsprecher überall auf der Insel ertönen. Dass Ko Lanta vor allem muslimisch ist, hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm.

Unsere Suche nach den Affen hätten wir uns übrigens sparen können: Wir wurden die kommenden Morgen von ihnen geweckt, als sie direkt vor unserem Zimmer über die Veranda und Dächer turnten. 

Von Ko Lanta aus kann man super Schnorcheltrips starten. Für uns ging es von hier zu vier Inseln: Ko Maa, Ko Chuek, Ko Mook und Ko Ngai. 

Ko Maa wird auch die Fledermaus Insel genannt und macht mit ihren hunderten riesigen Fledermäusen ihrem Namen auch alle Ehre. im Wasser war ich zunächst etwas enttäuscht, weil die Korallen im Vergleich zu denen in Neukaledonien schon ziemlich abgestorben waren, aber die anderen waren absolut begeistert davon, weil sie nur das Great Barrier Reef kannten, was noch deutlich trister aussieht. Nach und nach entdeckten wir aber immer mehr bunte Fische und einige Seeigel, die sich in Felsspalten zurückzogen. Auch eine schwarz-weiß-gestreifte Seeschlange haben wir gesehen, die in den Sonnenstrahlen unter Wasser richtig schön funkelte.

Auf Ko Mook schwammen wir durch die Emerald Cave, ca. 80m durch eine teilweise absolute Finsternis. Ganz ehrlich, ich hatte schon ziemlich Schiss, weil ich einfach nicht sehen konnte, was um mich herum noch so im Wasser schwamm. Aber ich war so froh, mich getraut zu haben, denn der Strand am Ende es Tunnels wirkte wie eine kleine Oase und das absolute Highlight war das leuchtendgrüne Wasser am Ausgang der Höhle zum Meer. Einfach atemberaubend!

Nach einer kleinen Stärkung auf Ko Ngai nutzten wir das seichte Gewässer noch einmal für einen Schnorchelausflug, was sich absolut lohnte, da das Riff hier noch deutlich besser erhalten war.

Zwischen den Korallen waren ganz viele rosa-grüne Fische, die irgendetwas zu verteidigen schienen, denn sie schwammen immer ruckartig auf uns zu und einer von ihnen zwickte mir sogar ins Bein, als wir da so im Wasser standen. Dieser Tagesausflug war sein Geld definitiv wert.

Auch wenn die Matratzen und Kissen meistens steinhart sind und wir alle irgendwann mal über eine schlaflose Nacht und einen steifen Nacken klagten, freute ich mich jeden Abend so sehr aufs Bett und darauf das Erlebte zu verarbeiten. Deutsches Frühstück sucht man in Thailand übrigens vergebens, dafür gibt es aber unter anderem so unfassbar leckere Früchteplatten – Ananas, Bananen und Melone – besser kann der Tag gar nicht beginnen! 

Der Long Beach konnte uns nicht so richtig überzeugen, auch wenn es hier weniger Felsen im Wasser und somit bessere Badebedingungen gab, war uns der Strand einfach zu groß. Da war die Hat Klong Nin schon sehr viel schöner. Vor der Bucht ankerten einige Yachten und hinter ihr ragten die mit Regenwald bedeckten Berge in den Himmel. Dies war der perfekte Ort, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu genießen. 

Ko Lanta Town ist ein hübsches kleines Örtchen, in dem die Häuschen teilweise auf Pfählen ins Wasser ragten, mit vielen kleinen Geschäften, in denen es wirklich schöne Sachen zu entdecken gab. Hier aßen wir übrigens an einem Straßenstand die mit Abstand leckersten Frühlingsrollen unserer gesamten Reise, die waren einfach so unfassbar gut! Dieser Tag war der perfekte Abschluss für unsere Zeit auf Ko Lanta.

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