Neuseeland - wo alles begann

2014 beschloss mein Freund Freddy zusammen mit einem Kumpel für ein Jahr für Work & Holiday nach Neuseeland zu gehen. Ich steckte gerade in den Endzügen meines Bachelorstudiums und musste neidisch mit ansehen, wie er seinen Rucksack packte und der Flieger im Juni Richtung Abenteuer abhob. 

Da war mein Entschluss gefasst: Ich werde meinen Bachelor so schnell wie möglich beenden, mein Studium pausieren und hinterher fliegen. Im März 2015 war es dann soweit: Der Abschluss war in der Tasche und nichts konnte mich mehr davon abhalten, in dieses wundervolle Land zu fliegen. 

Okay, fast nichts… Am Tag vor der Abreise fiel mir ein, dass ich kein Visum habe, mein Rückflug aber erst für Ende Juni gebucht war. Ursprünglich wollten Freddy und ich 3,5 Monate reisen. Allerdings hatten die beiden langsam genug vom Work & Holiday, sodass schnell klar war, dass wir die drei Monate nicht überschreiten werden. Dass es zu einem Problem am Flughafen werden könnte, fiel mir allerdings erst ein, als ich anfing zu packen und zu checken, ob ich auch wirklich alles beisammenhabe. Zuerst rief ich beim Auswärtigen Amt an, ob ich noch kurzfristig ein Visum bekommen könnte. Als das verneint wurde, lief ich in Tränen aufgelöst zum Reisebüro meines Vertrauens und versuchte meinen Rückflug umzubuchen. 

Zum Glück gab es noch einen Flieger mit freien Plätzen, sodass meiner Reise nun wirklich nichts mehr im Wege stand! (Heute benötigt man übrigens auch für Reisedauern unter 3 Monaten ein Visum).

Mit Kribbeln im Bauch, Rucksack auf dem Rücken und ganz viel Vorfreude im Gepäck verabschiedete ich mich am Flughafen von meinen Eltern und dann ging es los. Der Flug zog sich reichlich hin, da ich zu aufgeregt war, um wirklich fest zu schlafen. Also verbrachte ich die Zeit mit Filme gucken, plaudernd mit meinen Sitznachbarn oder, wo es ging, in dem ich staunend die wunderschöne Welt unter uns betrachtete. 

Nach 26 Stunden und 20 Minuten Flugzeit und fast 9 Monaten Trennung konnte ich meinen Freddy dann in Christchurch endlich wieder in die Arme schließen. 

Am folgenden Tag brachten wir Freddys Kumpel zum Flughafen und dann ging sie los: Meine erste große Reise, zwei Monate mit dem Auto quer durch Neuseeland!

Aotearoa - das Land der langen weißen Wolken

Neuseeland ist für mich die perfekte Mischung aus Bergen und Vulkanen zum Wandern, traumhaften, einsamen Stränden, um die Seele baumeln zu lassen und einen Himmel voller Sterne zum Träumen. 

Für mich hat jede der beiden Inseln absolut ihren Charme und beide sind eine Reise wert. 

Als ich Neuseeland das erste Mal verließ und das letzte Mal aus dem Flugzeug einen Blick auf die Küste werfen konnte, traten mir die Tränen in die Augen. Als ich knapp 5 Jahre später die Küste wieder aus dem Flugzeug sehen konnte, war es irgendwie ein bisschen wie nach Hause kommen und vor lauter Freude hätte ich wieder weinen können.

Neuseeland hat mich einfach verzaubert. 

Reisedauer:

  •       2015:     8 Wochen
  •       2020:     3 Wochen

Transportmittel:

  •        2015:      eigenes Auto
  •        2020:      gemieteter Camper von Chili Rentals

Unterkunft:

  •        in unserem Auto auf Campingplätzen

Kosten:

  •        2015: Flüge ca. 1950 €/Person + ca. 2065 €/Person  
  •        2020: 1468€/Person +  Flüge ca. 2272 €/Person (Flug von Hamburg nach Sydney, von Brisbane nach Auckland und dann von Auckland zurück nach Hamburg)

davon für Aktivitäten 2015: 

  •        Mit den Delfinen schwimmen in Paihia: 95 NZD/Person
  •        Eintritt Wai-O-Tapu Thermal Wonderland: 32,50 NZD/Person
  •        Bootstour durch den Milford Sound: 48 NZD/Person
  •        Bootstaxi Abel Tasman National Park: 40 NZD/Person

davon sonstige Kosten 2015

  •        Auto: für 1000 NZD gekauft, für 1500 NZD verkauft (plant aber lieber ein, dass ihr (deutlich) Verlust mit eurem Auto macht.)
  •        insgesamt ca. 400 $ Autoreparatur

Und sonst so:

  •        App Campermate für Stellplätze, besondere Orte, Trinkwasser, WCs und alles Weitere, was das Backpackerherz begehrt
  •        Wirksamer Insektenschutz ist ein Muss gegen die Sandflies im Süden
  •        Sonne wandert gegen den Uhrzeigersinn (wie überall auf der Südhalbkugel) 
  •        eins der teuersten Länder der Welt