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Neukaledonien

Das türkiseste Meer, dass ich jemals gesehen habe, eine farbenfrohe Unterwasserwelt & ein geheimes Paradies – das ist Neukaledonien für mich.

Bist du schon mal durch Zufall an einem Ort gelandet, den du bisher überhaupt nicht auf dem Schirm hattest und der so schön ist, dass es kaum in Worte zu fassen ist? So ging es mir mit Neukaledonien.

Im September 2016 mussten mein damaliger Freund und ich noch einmal nach Neuseeland zurückkehren, um einige Erledigungen zu machen. Da wir aber im September dorthin flogen und es somit schon ziemlich kühl in Auckland war, wollten wir die meiste Zeit in die Sonne entfliehen. Wir wollten statt im Norden Neuseelands lieber auf einer der Inseln im Südpazifik die Sonne genießen und am liebsten hätte ich die Fidschi-Inseln besucht. Da wir aber insgesamt nur zwei Wochen Zeit hatten, und wir somit nicht so viel Zeit damit verbringen wollten, von einem Ort zum nächsten zu reisen, entschieden wir uns stattdessen für Neukaledonien, da auch hierhin die Flüge verhältnismäßig günstig waren.

Neukaledonien ist eine Inselgruppe, die zu Frankreich gehört und wo dementsprechend wenig Englisch gesprochen wird. Auch wenn es in Nouméa einige Hotels gibt und die Restaurants teils sehr nobel aussehen, schienen nicht viele andere Touristen mit uns auf dieser schönen Insel zu sein. Entgegen unserer üblichen Art zu reisen wohnten wir daher für zehn Tage in einem Hotel auf der Hauptinsel in Nouméa. 

Schon aus dem Flugzeug bot sich uns ein spektakulärer Ausblick: Unter uns erstreckte sich das New Caledonian barrier reef, das nach dem Great barrier reef zweitgrößte Korallenriff der Welt. Unser Hotel lag ziemlich nah am Strand, der aber leider so gut wie gar keinen Sandstrand hatte. Doch egal in welche Richtung man die Küste entlanglief, erreichte man doch bald wirklich schöne Sandstrände, an denen sich kaum andere Menschen aufhielten.

Wohl auch wegen seiner Zugehörigkeit zu Frankreich, ist Neukaledonien recht teuer und sicherlich deswegen auch nicht das typische Ziel für Backpacker, was es für uns nur umso besonderer machte. Da auch wir auf unser Budget achten mussten, hatten wir lediglich das Zimmer gebucht und verpflegten uns selber. 

Jeden Morgen kurz nach Sonnenaufgang spazierte ich am Wasser entlang, unter Kokosnusspalmen hindurch zur Bäckerei und kaufte frisches Baguette für uns, das wir dann in der Sonne auf unserem Balkon genossen. Für mich hätte es hier keinen besseren Start in den Tag geben können. 

Mit diesem tollen Riff vor der Nase wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und das erste Mal die Unterwasserwelt mit einem Schnorchel erkunden. Daher ging es für mich für einen Tagesausflug mit dem Boot zur Ilôt Amédée, einer wunderschönen kleinen Insel inmitten von türkisem, klaren Wasser, mit einem strahlend weißen Leuchtturm darauf. Ich habe im Vorwege sehr viel davon gelesen, dass es hier zuhauf Seeschlangen gibt und das kann ich absolut bestätigen – die Tricot Rayé ist sowohl in schattigen Plätzchen auf der Insel als auch im Wasser zu finden. Auch wenn ich doch schon etwas Angst vor ihnen hatte, da sie nun mal extrem giftig sind, beruhigte ich mich damit, dass die Einheimischen wohl kaum tagtäglich mit Booten voller Touristen hierherkommen würden, wenn es regelmäßig Vorfälle mit den Schlangen geben würde. Im Gegensatz zu manchen australischen Landschlangen sind diese auch nicht aggressiv und tun nichts, sofern man sie in Ruhe lässt. Daher ließ ich mich nicht weiter von ihnen stören und genoss einfach die Schönheit dieser Insel.

Über den weißen Sandstrand und das türkise Wasser kam ich einfach nicht hinweg und der weiße Leuchtturm, der sich in den strahlendblauen Himmel erstreckte, machte das Bild perfekt. Auch von oben war der Anblick einfach atemberaubend und ich war unfassbar froh und stolz, dass ich trotz meiner Höhenangst und dementsprechend zitternden Beinen die Treppe hochgestiegen bin. 

Mit Schnorchel und Flossen watschelte ich anschließend ins Wasser und erkundete die unglaubliche Unterwasserwelt. Überall waren bunte und leuchtende Korallen, verschiedenste Fische schwammen mir über den Weg und zum ersten Mal in meinem Leben sah ich freilebende Schildkröten. 

Mit einem Boot schipperten wir an den Rand des Korallenriffs, wo das Wasser noch türkiser strahlte als direkt um die Insel herum, so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen! 

Nach einem leckeren Essen vom polynesischen Buffet begleitet von Livemusik machten wir noch eine Fahrt mit einem Glasbodenboot, von dem aus wir nochmal einen richtig tollen Blick auf die Unterwasserwelt bekamen und ich wieder aus dem Staunen nicht mehr rauskam. Dies war auch der Moment, in dem ich für mich erkannte, dass ich niemals alleine reisen möchte, denn ich hätte das Erlebte so gerne mit jemandem geteilt und es war nicht das Gleiche, Freddy im Nachhinein davon zu erzählen, da er diese Euphorie und dieses Glücksgefühl einfach nicht selber erlebt hatte. 

An einem windstillen Tag liehen wir uns SUPs und glitten über das blaue Meer. Wir konnten bis auf den Boden schauen und entdeckten so einige Seesterne, die ich auch noch nie zuvor gesehen hatte. 

Weil ich einfach nicht genug bekommen konnte von der Unterwasserwelt, fuhr ich mit einem Wassertaxi zur Ilôt Canard, um auch hier schnorcheln zu gehen. Hier geriet ich in einen riesigen Schwarm von Fischen, die alle einen Stachel vorne am Kopf hatten und mich leicht in Panik geraten ließen, weil ich nicht wusste, ob sie mir gefährlich werden könnten oder nicht. Auch wenn es hier nicht ganz so viel zu sehen gab wie auf der Insel Amedée, war es ein richtig schöner Ausflug und ich würde es genauso wieder machen. Nur Badeschuhe würde ich mir dann hierher mitnehmen, da der Weg über die toten Korallen ins Wasser doch ziemlich schmerzhaft sein kann und kein Ende zu nehmen scheint. 

An unserem letzten Tag wollten wir noch etwas mehr von der Umgebung kennenlernen und so gingen wir weiter in den Süden zum Plage du Château Royal. Plötzlich entdeckten wir vor uns im Sand eine Schlange, auf die ein Surfer beinahe getreten wäre. Zum Glück hat er sie gerade noch gesehen. Es war wohl eine gestrandete Wasserschlange, die in der Sonne sicherlich sterben würde, doch weil die Wasserschlangen eben extrem giftig sind, bekam ich schon eine leichte Krise als ich sah, dass eine Touristin die Schlange mit einem Palmenwedel ins Wasser schieben wollte und riet ihr stattdessen, einen Einheimischen zu informieren, der sich sicherlich besser damit auskennen würden. 

Als wir wieder im Flieger nach Neuseeland saßen, konnte ich mein Glück, dieses Paradies gesehen zu haben, immer noch nicht fassen und wäre gerne noch länger geblieben, um mit unserem Sack und Pack den Rest der Insel zu erkunden.

Unsere Reise begann im wunderschönen Porto. Da wir nicht wirklich ein Ziel vor Augen hatten, ließen wir uns einfach treiben und verloren …

In Athen angekommen fuhren wir mit dem Taxi zu unserer Unterkunft und waren froh, dass der Taxifahrer die Adresse auf unserem Handy …

Mit dem Flieger ging es von Hamburg über Dubai nach Sydney. Da hier zu der Zeit gerade die schlimmen Buschfeuer wüteten und …

Darf ich vorstellen? Das ist Anna, ein alter Mazda MPV, mit dem wir Neuseeland im März und April 2015 unsicher gemacht haben.  …

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