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Brisbane & Umgebung

Mit dem Flieger ging es von Hamburg über Dubai nach Sydney. Da hier zu der Zeit gerade die schlimmen Buschfeuer wüteten und es nicht klar war, ob wir Sydney wie geplant verlassen können, beschlossen wir, direkt nach Brisbane weiterzufliegen und Silvester hier zu verbringen. Unsere ersten Tage verbrachten wir in Brisbane Botanic Gardens, Brisbane City Botanic Gardens und am Pool in Southbank.

Um Brisbane weiter kennenzulernen, zogen wir los und entdeckten auf der Kreuzung von Merivale Street und Montague Road das Pillars Project, acht mit Streetart verzierte Stützen der darüber verlaufenden Eisenbahnstrecke. Am schönsten fand ich das Aborigine-Baby. Für die beste Aussicht auf die Stadt, wanderten wir hinauf auf den Mount Victoria. Ihr könnt dorthin auch den Bus nehmen, aber auch zu Fuß ist die Strecke auf jeden Fall machbar. Wir sind natürlich zur Mittagszeit oben auf dem Berg angekommen, schweißgebadet und völlig durstig. Macht nicht den gleichen Fehler und wartet lieber die Mittagssonne ab für eure Wanderung.

Abends schlenderten wir nochmal runter zum Brisbane River und sprangen auf den City Hopper auf. Ganz kostenfrei machten wir so mit dem Wassertaxi eine Bootstour durch die funkelnden Lichter der Brisbane City. Bei meinem ersten Besuch in Australien habe ich keinen Koala gesehen, was darum dieses Mal definitiv auf meiner Bucketlist stand. Damit ich es nicht wieder versäume, besuchten wir das Koala Sanctuary Lone Pine. Hier leben ganz viele Koalas, Kängurus, Wallabys und noch viele andere Tiere, sogar ein Schnabeltier ist hier zu Hause. Es gibt hier die Möglichkeit, einen Koala auf den Arm zu nehmen, was auch wirklich ein richtig toller Moment ist. Allerdings muss ich im Nachhinein sagen, dass ich es doch nicht wieder machen würde. Die Pfleger achten schon sehr genau darauf, dass jeder Koala nur eine bestimmte Zeit im Kontakt mit uns Touristen ist, aber trotzdem sollen sie doch einfach in Ruhe schlafen, essen und wieder schlafen, eben das, was die Koalas am allerliebsten tun.

Nach dem Großstadttrubel machten wir uns mit unserem Bus auf den Weg nach Byron Bay. Jetzt im Januar war hier im Vergleich zum Mai die Hölle los! Im Mai war es überhaupt kein Problem, spontan ein Hostel zu buchen oder auch einen Surfkurs. Auch dieses Mal wollten wir über das Hostel einen Surfkurs buchen, doch leider war der für die Tage, die wir da waren, restlos ausgebucht. Damit uns das mit unseren anderen geplanten Aktivitäten nicht auch noch passiert, buchten wir darum gleich alle folgenden Aktivitäten und Hostels über das Hostel in Byron Bay.

Wir haben uns in Australien für YHA Hostels entschieden. Das ist eine Verbindung vergleichbar mit der DHJ bei uns in Deutschland. Bei meinem ersten Besuch in Australien haben wir sehr schlechte Erfahrungen mit einem unabhängigen Hostel gemacht, was mich so sehr geschockt hat, dass ich lieber ein paar Dollar mehr für die YHA ausgeben möchte, dafür aber auch sicher sein kann, ein sauberes Hostel zu buchen. Byron Bay ist für mich die perfekte Mischung aus Strand, Surfen, Natur und tollen kleinen Geschäften. Es herrscht eine unglaublich entspannte Stimmung und alle Leute scheinen gut gelaunt zu sein, lachen, singen und genießen das Leben. Überall in Byron könnt ihr Kakadus sehen, weiße und auch kunterbunte, haltet die Augen und vor allem Ohren offen, denn hören werdet ihr deren lautes Geschrei als erstes!

Nach einem entspannten Tag am Strand und riesigen Spaß in den Wellen machten wir uns auf den Weg zum Cape Byron. Auf dem Weg dorthin sahen wir einige Wallabys und reichlich Bushturkey, die euch immer wieder begegnen werden. Vom Cape Byron aus sahen wir einen wundervollen Sonnenuntergang (im australischen Herbst ist der sogar noch schöner, weil die Sonne noch weiter über dem Meer steht) und mit etwas Glück springen auch noch Delfine in den Wellen und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages.

Wir blieben solange, bis auch das letzte Pink am Himmel verschwunden war und stellten bald fest, dass es nun richtig schnell dunkel wurde. Über uns flogen riesige Flughunde und wir waren froh über unsere beiden Handys, die uns wenigstens ein bisschen Licht auf dem ansonsten stockfinsteren Weg spendeten. Überall raschelte es und auf einmal huschte ein Schatten vor uns ins Gebüsch, wir wissen nicht, was es war, aber vielleicht ist das auch gut so. Zurück im Hostel packten wir wieder unsere sieben Sachen zusammen, denn am nächsten Tag ging es mit dem Bus weiter nach Noosa Heads.

Wir haben uns vorher nicht so richtig schlau gemacht über Busverbindungen oder sowas in Noosa, sodass wir mit unserem gesamten Sack und Pack über 2 km vom Busbahnhof zum Hostel laufen mussten, in der prallen Mittagssonne, Berg rauf und Berg runter bis wir endlich vor unserem Hostel standen, dass auch aus einem amerikanischen Film hätte stammen können. Noosa wirkte schon etwas gehobener, alles etwas nobler, was sich auch an den Preisen in den Geschäften zeigt. Dennoch ist es ein richtig hübsches Örtchen.

Unser Hostel grenzte direkt an den Noosa Nationalpark an, in dem einige unserer Zimmernachbarn schon Koalas gesehen haben, sodass auch wir uns auf die Suche machten. Wir haben natürlich keine Koalas gesehen, wie sollte es auch anders sein bei meinem Glück? Aber trotzdem war die Wanderung richtig schön. Auf dem Hinweg sind wir an der Küste entlang gegangen mit Blick auf das türkise Wasser, wo auch alle die Koalas gesehen haben, die uns davon erzählt haben, und auf dem Rückweg dann durch den Wald, vorbei an Eukalyptusbäumen und anderen teils riesigen Bäumen. Plötzlich bekam ich einen riesigen Schrecken und blieb sofort stehen – direkt vor uns auf dem Weg war ein brauner, glatter, schuppiger Kopf zu sehen! Ist das etwa eine Schlange? Nein, zum Glück war es nur eine Echse, aber der Schrecken steckt mir doch bis zum Ende der Wanderung in den Knochen. Ich habe auf meinen beiden Reisen in Australien keine Schlange gesehen. Auch wenn es das Land mit den meisten gefährlichen Tieren ist, lauert die Gefahr also auch nicht überall, aber trotzdem ist es, gerade wenn man im Wald oder sogar im Outback unterwegs ist, nicht verkehrt, etwas vorsichtig zu sein, um nicht doch eine unangenehme Bekanntschaft zu machen.

Nach einer erholsamen Nacht war der Schrecken auch wieder vergessen und wir gingen am Mainbeach zur Hibiscus Surf School, wo wir uns in den nächsten Stunden mit unseren Surfboards unter Anleitung unserer Coaches in die Wellen stürzten. Freundlicherweise wies uns unser Surflehrer darauf hin, dass an dem Tag ganz viele kleine blaue Quallen dort im Wasser waren, die uns Menschen nicht gefährlich werden können, aber eine Berührung tut trotzdem ziemlich weh und vergeht leider auch nicht sofort wieder, wie ich mehr als einmal feststellen musste. Aber trotzdem hat das Surfen wieder richtig Spaß gemacht! Auch hier haben wir übrigens wieder viele von den hübschen Kakadus gesehen und beobachteten in dem Mangobaum vor unserem Hostel das abendliche Treiben der Flughunde.

 

Unser nächster Stopp war Harvey Bay, wo wir gleich am nächsten Tag mit dem Bus zur Fähre gebracht wurden und zur größten Sandinsel der Welt übersetzten: Fraser Island…

Unser nächster Stopp war Harvey Bay, wo wir gleich am nächsten Tag mit dem Bus zur Fähre gebracht wurden und zur größten …

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