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Athen, Paros & Naxos

In Athen angekommen fuhren wir mit dem Taxi zu unserer Unterkunft und waren froh, dass der Taxifahrer die Adresse auf unserem Handy zumindest lesen konnte und wir auch dort ankamen, wo wir hinwollten, da er weder Englisch noch Deutsch sprach. Unser Taxifahrer war trotzdem sehr gesprächig und versuchte uns auf Griechisch und mit Händen und Füßen auf alles Sehenswerte aufmerksam zu machen, an dem wir vorbeikamen.

Die Gegend, in der unser Hotel stand, war recht heruntergekommen und dieser erste Eindruck bestätigte sich auch, als wir uns zu Fuß auf die Suche nach leckerem Essen machten. Dabei stießen wir noch auf eine Demonstration mit vermummten Leuten und suchten schnell das Weite. Als wir durch eine Gasse liefen, sahen wir auf einem Balkon einen maskierten Mann mit Handschuhen, der gut ein Einbrecher hätte sein können und so fühlten wir uns hier doch immer unwohler. Als wir in unseren Betten lagen, informierten wir uns erst einmal, wo wir da gelandet waren und lasen davon, dass das Stadtviertel Omonia, in dem wir uns befanden, das Viertel mit der höchsten Kriminalitätsrate in Athen ist. Hätten wir uns bloß vorher darüber informiert! Nur gut, dass wir gleich am nächsten Morgen erst in die Bahn und dann auf die Fähre nach Paros stiegen. 

Die Fährfahrt verlief ohne Probleme und bei schönstem Sonnenschein fuhren wir unserem Abenteuer entgegen. Auf Paros angekommen, wurden wir durch den Laderaum dann auf die Insel entlassen, wo schon Scharen von Leuten auf uns warteten, die uns allesamt ihre Unterkünfte schmackhaft machen wollten. Uns kam das absolut gelegen, da wir noch keine Unterkunft gebucht hatten. Die Unterkunft, die uns auf den Bildern am meisten zusagte, ist es dann geworden und so sind wir unweit von Parikia in einer hübschen Pension mit Blick aufs Meer und Frühstück gelandet.

Zu Fuß erkundeten wir die kleinen hübschen Gassen von Parikia sowie die Kirche der Hundert Tore, aßen richtig gut in einem kleinen Restaurant und schauten am Abend von der Hafenmauer aus der Sonne beim Untergehen zu. 

Da wir die gesamte Insel erkunden wollten, mieteten wir uns am nächsten Tag Quadbikes. Quads sind in meinen Augen die beste Möglichkeit, die Insel zu erkunden. Es gibt eigentlich an jeder Ecke einen Verleih und sie sind auch recht erschwinglich. Damit über die Insel zu düsen, mit dem Wind in den Haaren und der Sonne auf der Haut macht unheimlich viel Spaß. Aber fahrt auf jeden Fall vorsichtig, man kann damit vor allem in den Kurven ziemlich leicht umkippen. Unser erstes Ziel war Lefkes, wo wir wieder durch die Gassen schlenderten und uns die hübsche Kirche anschauten. Unterwegs begegneten wir einer Kreuzfahrttouristin, die uns von einem Besuch auf Santorini abriet, auch wenn die Insel wunderschön sei, da dort einfach so wahnsinnig viele Touristen sind. Solche Tipps sind immer Gold wert, vor allem, wenn man nur eine begrenzte Reisezeit zur Verfügung hat und das beste aus der Zeit herausholen möchte. Der Hunger trieb uns weiter und so machten wir uns auf den Weg zum Golden Beach. Dort angekommen fühlten wir uns wie im Paradies. Mit Blick auf das kristallklare Wasser genossen wir ein leckeres Mittagessen, bevor wir uns dann an den Strand legten und die Seele baumeln ließen.

Als die Sonne schwächer wurde, machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Parikia, hielten aber unterwegs noch im Butterfly Valley, das uns allerdings ziemlich enttäuschte. Hier gab es nur eine Falterart und davon auch nicht so viele wie erwartet. Das Fahren mit dem Quad hat super viel Spaß gemacht, ging aber ziemlich auf die Arme durch die Vibration im Lecker und vor allem auf den Daum, mit dem man Gas geben musste. Aber trotzdem war das einfach perfekt, um die Insel zu erkunden. Zurück in Parikia war es Zeit für einen Pitawrap, die es zum Glück fast überall zu kaufen gab und für uns der ideale Snack war.

Wenn die Sonne untergegangen war, zogen wir uns bei den lauen Temperaturen meist mit einem Glas leckeren Wein auf unseren Balkon zurück, spielten Karten und genossen den Moment. Oder aber wir fuhren auf die andere Seite der Bucht, von wo aus man einen richtig schönen Blick auf die funkelnden Lichter von Parikia hat. 

Am nächsten Tag führte uns unser Weg nach Santa Maria. Unterwegs legten wir noch einen Halt in Kolimbithres ein, einer hübschen kleinen Bucht ein, in der das Wasser badewannenwarm war. Du hast Lust auf ein bisschen Beachparty-Atmosphäre? Dann bist du in Santa Maria genau richtig! Hier gibt’s zwei Beachbars, in denen den ganzen Tag laut Musik läuft und richtig gute Stimmung verbreiten.  

Auch Naoussa ist ein kleines süßes Städtchen mit hübschen Geschäften. Mit den kleinen und großen strahlend weißen Kapellen mit leuchtend blauen Dächern, den verschlafenen kleinen Örtchen, den vielen Windmühlen und nicht zu vergessen den wunderschönen Stränden ist Paros auf jeden Fall eine Reise wert.

Nach einer 45-minütigen Fährfahrt erreichten wir am nächsten Tag Naxos. Naxos ist etwas größer als Paros und schon etwas touristischer. Auch hier empfingen uns wieder ganz viele Hotel- und Pensionsbesitzer, die uns von ihrer Unterkunft überzeugen wollten. Wir entschieden uns dieses Mal für eine Unterkunft etwas weiter weg vom Strand, dafür aber mit eigenem Balkon und einer wunderhübschen Dachterrasse. Auch von hier aus ließ sich der Strand ohne Probleme zu Fuß erreichen, nur schattige Plätze von Bäumen oder Palmen sind hier ziemlich mau. 

Bei einem guten Glas Wein und Spaghetti Bolognese genossen wir den traumhaften Sonnenuntergang auf unserer Dachterrasse und ließen den Abend ausklingen. Das Frühstück hier war richtig gut. Es gab griechischen Joghurt mit Honig und Wallnüssen, Obst und Brot mit frischem Käse direkt von der Insel, da blieben wirklich keine Wünsche offen. 

Chora, die Hauptstadt von Naxos, ist sehr viel größer als die kleinen Örtchen auf Paros und dementsprechend hatte sie für uns auch nicht ganz so viel Charme, war aber trotzdem schön anzusehen. Auch die Burg auf dem Berg fanden wir nicht so beeindruckend wie erwartet. Die Gegend um das „Porta“ hingegen fanden wir wirklich schön. Das Porta ist ein Marmortor, das von dem Appollo Tempel übriggeblieben ist, der nie fertiggestellt wurde. 

Mit Quadbikes erkundeten wir auch hier die Insel und fuhren in die Berge, vorbei an Gebieten, in denen Marmor abgebaut wurde, Bauernhöfen und hübschen kleinen Dörfchen. Da uns diese allerdings keine Wanderung wert waren, ging es weiter in den Süden an die Westküste, wo es dutzende wunderschöne Buchten mit türkisem Wasser und weißem Sand gab – eine schöner als die andere. Hier verbrachten wir dann auch den Rest des Nachmittags. Überall auf der Insel verteilt haben wir ganz viele angefangene und nie fertiggestellte Häuser gesehen, die so gar nicht in die idyllische Gegend passen wollten. 

Mit Blick auf den Sonnenuntergang machten wir die Bars in Hafennähe unsicher und genossen hier, wenn auch nicht ganz so günstige, Cocktails. 

Mit der Fähre ging es dann weiter nach Mykonos…

Mit der Fähre ging es dann weiter nach Mykonos. Wie sollte es auch anders sein, sahen alle anderen auf der Überfahrt Delfine …

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